Neues Feature: Corona-Warn-App jetzt mit Kontakt-Tagebuch

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      Neues Feature: Corona-Warn-App jetzt mit Kontakt-Tagebuch

      Nach einem weiteren Update kurz vor dem Jahreswechsel verfügt die Corona-Warn-App nun auch über ein Kontakt-Tagebuch. Mit dessen Hilfe soll eine Rückverfolgung der Begegnungen der jeweils zurückliegenden 14 Tage erleichtert werden.

      Wer die aktuelle Version 1.10 herunterladen möchte, kann dies als iPhone-Nutzer ab sofort im App-Store manuell erledigen. Wegen der hohen Download-Zahlen der App steht das Rollout in Wellen bereit. Der Google Play Store bietet zwar keine Möglichkeit, ein manuelles Update anzustoßen. Android-Nutzern soll die neue App-Version aber innerhalb von 48 Stunden nach der Veröffentlichung zur Verfügung stehen, kündigten die Entwickler in ihrem Blog zur Corona-Warn-App an.

      Kontakte, Ort und Zeitraum eintragen

      Nach erfolgtem Update erscheint beim Öffnen der App das neue Kontakt-Tagebuch. Um die Begegnungen der vergangenen zwei Wochen einzutragen, werden die entsprechenden Kontakte über den blauen Button „+ Person „ aus dem persönlichen Telefonbuch übertragen. Zusätzlich können auch Zeitraum und Ort festgehalten werden.

      In die Eingabefelder können auch Spitznamen oder eigene Ortsbezeichnungen eingetragen werden. Hiervon raten die App-Entwickler allerdings ab, da dadurch gegebenenfalls eine nachvollziehbare Verfolgung der Infektionskette erschwert oder gar nicht möglich wird. Hat man wiederholt Kontakt zu bestimmten Menschen oder man besucht einen Ort mehrfach, muss dies nicht ein zweites Mal angegeben werden, sondern lässt sich einfach aus der Liste auswählen.

      Datenweitergabe ist freiwillig

      Wer positiv auf das Coronavirus getestet wurde, kann die Daten aus dem Kontakt-Tagebuch an das Gesundheitsamt schicken. Das funktioniert
      folgendermaßen: Durch das Antippen des Symbols am oberen rechten Rand auf dem Smartphone-Bildschirm öffnet sich ein Menü mit der Funktion
      „Einträge exportieren“, und es erscheint eine Kontaktliste der zurückliegenden 14 Tage. Deren Versand funktioniert per Mail, WhatsApp, iMessage oder SMS. Das Eintragen und die Datenweitergabe an das Gesundheitsamt sind aber rein freiwillig, betonen die Entwickler.

      Daten werden automatisch gelöscht

      Die ins Tagebuch eingetragenen Daten werden den Entwicklern zufolge nur lokal auf dem Smartphone gespeichert und können jederzeit nachträglich bearbeitet und einzeln gelöscht werden. Im Sinne des Datenschutzes werden sie nach 16 Tagen automatisch wieder gelöscht.

      Die Corona-Warn-App ist den Angaben zufolge inzwischen fast 25 Millionen Mal heruntergeladen worden. Für das Robert Koch-Institut (RKI) ist sie ein „wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung“.

      Quelle: Infodigital