Die Marke Unitymedia wird verschwinden

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      Die Marke Unitymedia wird verschwinden

      Die Netze von Vodafone Deutschland und Unitymedia werden zusammengelegt. Das bedeutet für alle Kunden im Kabelnetz auch die gleichen Endgeräte.

      Die Marke Unitymedia werde es mittelfristig nicht mehr geben, ein genaues Datum dafür stehe aber noch nicht fest. Das sagte Unitymedia-Sprecher Helge Buchheister am 2. September 2019. Auch beim Kabelnetz-Endkunden zu Hause ändere sich etwas: "Die Vodafone Station wird die Connect Box von Unitymedia ablösen", kündigte Buchheister an.

      Auch die TV-Plattformen werden zusammengelegt, Unitymedia Horizon TV von Unitymedia wechselt auf die gemeinsame Vodafone-Plattform. Auch das Telefonienetz werde an den Übergabepunkten gekoppelt.

      Gerhard Mack, Chief Technology Officer bei Vodafone Deutschland, sagte: "Die Teams sind schon zusammengebracht. Auch für den Kunden wird die Integration damit sichtbar und erlebbar. Wir sind monatelang, fast jahrelang mit der Vorbereitung beschäftigt." Gigabit bauen sei die ganze Logik des Deals, die meisten europäischen Liberty-Töchter zu kaufen. Man habe nun 11 Millionen gigabitfähige Haushalte, davon 1,6 Millionen bei Unitymedia. Vodafone werde versuchen, die DSL-Kunden im Netz der Deutschen Telekom in das Kabelnetz zu überführen, um Kosten zu sparen.

      "Wir prüfen gerade, wo wir Zugangsnetz und Core-Netz koppeln, in den Großstädten bringt das schnellere Latenzzeiten", sagte Dieter Vorbeck, Chief Technology Officer Unitymedia. Man habe eine unterschiedliche Historie in der Vermarktung von Docsis 3.1 mit den Gigabit Cities bei Unitymedia. "Hier haben wir noch relativ wenige Kunden drauf. Vodafone rüstet dagegen ganze Bundesländer aus. Da wollen wir auch hin." Nach den bisherigen 6-GBit-Citys folge nun Hagen als siebte.

      "Wir schauen uns das Thema Mietleitungen an, wo wir von Unitymedia zu Vodafone migrieren können, die sind schneller und wir können Kosten sparen", erklärte Vorbeck.

      "Unitymedia hatte immer schon sehr viele Glasfaser in seinen Gebieten, da haben wir immer neidisch geguckt. Wir bringen die Netze jetzt auf allen Ebenen zusammen", sagte Mack.

      Die angekündigte Öffnung der Kabelnetz für Telefónica, ein Zugeständnis an die EU-Kommission, um die Übernahmegenehmigung zu erhalten, sei "technisch nicht trivial, aber das Grundprinzip steht.
      Wir arbeiten mit Hochdruck dran, aber es wird nicht mehr dieses Jahr fertig."

      Die Mobilfunktarife im Netz von Telefónica, die Unitymediaals MNVO (Mobile Virtual Network Operator) anbietet, würden auch nicht abgeschaltet, sondern sogar weitermarktet, sagte Buchheister. Das Kabelnetz werde auch für den Mobilfunk als Backhaul eingesetzt, vor allem Glasfaserinfrastruktur. Früher gab es hier bereits B2B-Partnerschaften mit Vodafone.

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